Mit Kindern in der Stadt mobil sein – hierfür spielt das Fahrrad eine immer größer werdende Rolle. Kindersitze für das Fahrrad gibt es von verschiedenen Herstellern mit einer Vielzahl von Modellen. Am Ende dieses Expertentipps werdet ihr wissen worauf ihr achten solltet und welcher der richtige Fahrrad Kindersitz für euch ist. Viel Spaß beim Lesen!
Das Rad sollte sicher und vollkommen funktionstüchtig sein. Die Belastungen der Laufräder, des Rahmens und insbesondere der Bremsen sind wesentlich höher wenn ihr zu zweit oder dritt unterwegs seid. Wir empfehlen eine vorherige Durchsicht des Rades mit dem Austausch von verschlissenen Teilen. Die Montage eines bei StadtRad gekauften Kindersitzes ist im Übrigen kostenlos!
Um die Sicherheit für euer Kind zu garantieren, sollte der Sitz nach DIN EN 14344 geprüft worden sein. Ihr findet diese DIN-Nummer direkt am Sitz. Es gibt Sitze für vorne, hinten sowie für verschiedene Größen. Abgesehen vom Transport im Kinderanhänger (mit Babyschale), sollte euer Kind sicher sitzen können und mindestens 9 Monate alt sein. Für die optimale Kindersitzberatung bei StadtRad bringt am Besten euren „Drahtesel“ mit: nicht jeder Sitz passt an jedes Fahrrad.
Kindersitze für vorne sind bis 15 kg zugelassen. Die neueren Modelle wie der Bobike „mini+“ / „mini One“ werden direkt am Vorbau montiert. Euer Kind kann weder mitlenken noch sich bei einer Lenkbewegung die Finger einklemmen. Diese Modelle gibt es in verschiedensten Farben und Dekoren. Zubehör wie eine Windschutzscheibe sind sinnvoll und schützen empfindliche Kinderaugen- und Ohren. Die Modelle Hamax „Discovery“ und Römer „Sulky“ sind nur noch gebraucht erhältlich. Sie passen nur an (Stahl)Lenkkopfrohren, die zwischen dem Ober- und Unterrohr mindestens 5 cm Platz haben. Bei Alurahmen beträgt dieser Abstand meistens weniger als 2 cm. Die Handhabung mit den Bobike Sitzen ist im Alltag einfacher. Alle Sitze lassen sich leicht vom Halter lösen. Durch den Zukauf einer Zweithalterung (ca. 17 Euro) könnt ihr einen Sitz an zwei Fahrrädern nutzen.
Ein Kindersitz für hinten ist bis 22 kg belastbar. Der wohl bekannteste ist der Römer „Jockey“. Im Unterschied zum Modell „Relax“ hat der „Comfort“ ein höhenverstellbares größer ausgeformtes Kopfteil. Alle Funktionen wie angurten und die Fußruhenverstellung sind mit einer Hand bedienbar. Die Halterung ist mit zwei Schrauben am Sattelrohr befestigt. (NICHT an der Sattelstütze!) Bei sehr kleinen Rahmen, hoch gezogenen Gepäckträgern und Rädern mit schrägen Sattelrohren (z.B. Hollandrädern) kann es problematisch sein, den Sitz frei schwingend zu montieren. Zwischen Kindersitz und Gepäckträger sollten mindestens 5 cm Platz sein. Einige Händler riskieren die Gesundheit eures Kindes mit dem Spruch: „… schauen Sie mal: der stützt sich direkt noch mal auf dem Gepäckträger ab.“ Im Gegensatz zum Fahrer(in), kann das Kind bei Unebenheiten nicht einfach den Po anheben – der Schlag wird direkt an die Wirbelsäule weiter geleitet!
Der Bobike „Maxi Exclusive“ passt durch seine spezielle Halterung an (fast) alle Fahrräder. Es gibt eine 1-Punkt Halterung mit einem langen Stahlbügel der sämtliche Unebenheiten "wegfedert". Wenn die Kinder etwas größer sind (ab ca. 3 Jahren) kann die Halterung direkt auf dem Gepäckträger montiert werden. Durch den Wegfall des Schwingbügels verringert sich das Gewicht des Sitzes um einige hundert Gramm.
Der Bobike „junior+“ wird hinten montiert und ist für Kinder von 5-10 Jahren (max. 35 kg) geeignet. Der als Zubehör erhältliche Bauchgurt ist sehr empfehlenswert. Bei Nichtgebrauch wird die Rückenlehne nach vorn geklappt und kann dann als Gepäckträger genutzt werden.
Für Kinder über 22 kg / 7 Jahre gibt es keine zugelassene Transportmöglichkeit. Dennoch erfreuen sich Fußstützen an der Gabel und ein aufdem Oberrohr montierten Satteladapter nach wie vor großer Beliebtheit. Die Kinder sollten groß genug sein, um ruhig sitzen zu bleiben und sich selbst festhalten können.
Es gibt keine festen Sets: kommen Sie am besten mit Ihrem Rad in unser Ladengeschäft: wir finden die passendeste Lösung für Ihr Rad!
Um den sicheren Stand Ihres Rades beim be- und entladen zu gewährleisten, ist die Umrüstung auf einen stabilen Hinterbauständer oder Zweibeinständer sinnvoll. Das Umschlagen des Lenkers bei Entlastung des Vorderrades kann wirkungsvoll durch einen Lenkungsdämpfer verhindert werden. Das Tragen eines Fahrradhelmes ist in Deutschland nicht vorgeschrieben trägt aber sehr zur Sicherheit bei und hilft Kopfverletzungen zu mindern. Bitte achtet auch auf das max. zulässige Gesamtgewicht eures Fahrrades: dies liegt meistens bei 120 kg.